🏛️ POLITIK & GESCHICHTE
Wo Geschichte endet – und das Urteil beginnt.
Hier wird nicht kommentiert, hier wird seziert.
Ob Schlachtfeld oder Sitzungssaal, Reichstag oder Revolte – wir folgen den Rissen, nicht den Reden. Geschichte ist kein Archiv, sie ist ein Echo. Und Politik? Ist oft nur ihre schlechte Wiederholung.
La Dernière Cartouche berichtet nicht aus dem Zentrum der Macht, sondern aus der Peripherie des Verdrängten. Unsere Autoren durchleuchten Narrative, prüfen Legenden, rekonstruieren Konflikte – mit Gespür für das Unsagbare und das Ungehörte.
Wer hier liest, muss sich nicht entscheiden, ob er zurückblickt oder vorausdenkt.
Denn wer das eine ohne das andere tut, bleibt blind.

Marie Antoinette -Sollen sie doch Twitter essen
Sie hat es nie gesagt. Aber alle glauben es.
„Wenn sie kein Brot haben, sollen sie doch Brioche essen.“ Ein Satz wie ein moralischer Genickschuss – ikonisch, verächtlich, endgültig. Er gehört zu den berühmtesten Zitaten Europas. Und zu den falschesten.

Lothringen – Ein europäisches Laboratorium zwischen Diplomatie und Identität
Lothringen war nie eine bloße Randzone europäischer Geschichte. Die Region liegt nicht zufällig zwischen den Mächten – sie ist Ausdruck ihres Zusammenspiels. Wer sich dem historischen Werden Lothringens annähert, begegnet keinem klar abgegrenzten Territorium, sondern einem kulturellen Kontinuum, das durch permanente Aushandlung geprägt ist.

Die Kinder der Erschütterung
Sie sind nicht laut, nicht einheitlich, nicht zu fassen in den gewohnten Begriffen von Protest, Engagement oder Rückzug. Clémence Moreau folgt in diesem Essay den tastenden Bewegungen einer jungen europäischen Generation, die mit Krisen aufgewachsen ist und dennoch beginnt, das fragmentierte Erbe eines alten Kontinents neu zu ordnen – nicht durch Revolte, sondern durch Haltung.



Von Bibeln, Revolten und Vernunft – Das Erwachen Europas TEIL 1

Antimilitarismus heute – Vom Tabu zum Treueeid?
Friedenswille ist zu einem Misstrauenssignal geworden. Wer heute zögert, Waffen zu liefern oder den Begriff "Kriegsfähigkeit" infrage stellt, steht rasch im Verdacht, zu verharmlosen oder gar zu verraten. Doch diese Verschiebung im moralischen Koordinatensystem geschieht nicht aus Zufall.


Gedenken ohne Geschichte – Wie der 8. Mai zur Waffe wurde
Wer am 8. Mai Gedenken politisch instrumentalisieren will, sollte mit der Geschichte vorsichtig umgehen. Der Beitrag „Man feiert nicht mit Mördern. Auch nicht am 8. Mai“ von Leander F. Badura behauptet, der Ausschluss Russlands von der Gedenkveranstaltung im Bundestag sei „logisch“ – weil Moskau gegen die Ukraine Krieg führt.

Darüber müssen Bibliotheken geschrieben werden
m seinem neuesten Buch Die Welt nach Gaza (2025) geht es um die historischen Entwicklungen, die zum immerwährenden Konflikt um diese Region geführt haben, und, leider, auch noch lange führen werden. Die Flut von Blickwinkeln, die Menge an Material, die Mishra in seiner Arbeit heranschafft, macht perplex und neugierig.

Brücken über Gräber – Frankreich und Deutschland auf dem Weg zur Freundschaft
Ein Rückblick von Louis de la Sarre, mit redaktioneller Begleitung und Zwischenbemerkungen von Pierre Marchand
Die Geschichte der deutsch-französischen Versöhnung ist eine Geschichte der Staatsmänner. Ihrer Entschlossenheit verdankt Europa seine friedlichste Epoche nach Jahrhunderten von Kriegen.

Lieber ahnungslos als saarländisch?
Nina Warken ist Baden-Württembergerin. Sie stammt aus Bad Mergentheim , sitzt für Heilbronn im Bundestag – und hat mit dem Saarland so viel zu tun wie eine Lyoner mit veganem Aufschnitt.

Der Schatten des Unbedachten – Wadephul, Taurus und die Kunst, Feinde zu machen
Die Worte waren nicht für die Öffentlichkeit bestimmt – und doch zeichnen sie ein deutliches Bild.

Lesen verweigert – Ein kleiner Nachruf auf den SPIEGEL
Es gab eine Zeit, da war der SPIEGEL mehr als ein Magazin. Es waren viele Hefte, randvoll mit Berichten, die mehr waren als Nachrichten: Sie waren Fenster in eine Wirklichkeit, die anders war als das, was Schule und Fernsehen zu erzählen wagten.

🧭 Zündschnüre Europas – Alarics Lagebild im Frühling 2025
In einer Zeit, in der die geopolitische Landkarte Europas zunehmend von Unsicherheiten und Spannungen durchzogen wird, zeichnet Sir Alaric Penrose ein präzises Lagebild. Der Frühling 2025 bringt keine plötzlichen Erschütterungen, keine lauten Paukenschläge, aber er legt Risse offen, die tief in die Fundamente des europäischen Selbstverständnisses eingreifen.

Der Krieg in den Köpfen – Eine Anatomie des Zerfalls
Kriegstauglich statt kritisch – wie wir den Frieden verlieren, bevor der Krieg beginnt.

UNO-Verwaltung und der Reflex des Westens
Man sollte sich nichts vormachen. Die Geschichte Europas, ja der Welt, ist keine Abfolge von Gerechtigkeiten, sondern von Machtverschiebungen – ....

Frankreich im Kriegsmodus
Wenn eine Regierung beginnt, Überlebensbroschüren für den Kriegsfall zu verteilen, dann ist es Zeit, genau hinzusehen. r daraus, wer der Feind sein soll: Russland.