Rouch war kein Cineast im üblichen Sinn, er war Ingenieur und Ethnologe². Ein Mann, der auf Expedition ging, bevor er zum Stil kam. Er war Schüler von Marcel Mauss³, und Mauss hatte gelehrt, dass jede Geste ein sozialer Akt ist, ein kleiner Vertrag zwischen dem Ich und dem Anderen. Rouch übertrug diesen Gedanken auf das Bild. Die Kamera war für ihn kein Auge der Wissenschaft, sondern ein Teil dieses Vertrags. Sie sollte weder verstecken noch enthüllen, sondern teilnehmen. weiterlesen Die Welt betrachten – Jean Rouch und die bewegliche Wahrheit
Der sogenannte Shitstorm ist die sichtbarste Form dieser Umkehrung. Ein Moment kollektiver Erregung, in dem Moral und Mechanik sich vereinen. Niemand lenkt ihn, niemand entzieht sich ihm. Er entsteht aus der Summe der Reaktionen, die sich gegenseitig verstärken, bis sie in Erschöpfung münden. Das Denken hält darin nicht stand, weil es Zeit braucht, und Zeit ist das Einzige, was in der digitalen Welt nicht vorhanden ist. weiterlesen Der Kollaps der Medien: Zwischen Shitstorm und Schweigen | Étienne Valbreton – La Dernière Cartouche
Man sagt, Oranna kam aus jenseits des Rheins — aus Irland oder Schottland — und mit ihr ihre Gefährtin Cyrilla. Zwei Frauen, mit Händen, die heilten, und Augen, die sahen. Man erzählt, Oranna sei verstoßen worden wegen ihrer Schwerhörigkeit — wie wenn die Welt sie ausgeschlossen hätte, bevor sie hörte, was sie hören musste. Doch sie blieb da, im Grenzland, und machte sich zur Fürsprecherin für die, deren Sinne schwanden. weiterlesen Sainte Oranna – die Heilige, die den Frauen zuhört

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