Der Abstimmungskampf selbst war ein Schauspiel voller Widersprüche. Offiziell hieß es, die Saarländer hätten die freie Wahl. In Wahrheit war die Entscheidung längst in den Köpfen beschmutzt. Johannes Hoffmann, Regierungschef und Galionsfigur des Statuts, wurde zum Inbegriff des Hasses. „Joho“, spie man ihm hinterher, „Der Dicke muss weg“ stand in großen Lettern auf Straßen und Hauswänden. In Kundgebungen versuchte er die Vorteile zu erklären, sprach von einer europäischen Zukunft, von einer Brücke zwischen Frankreich und Deutschland, doch schon beim ersten Satz schrien Gegner dazwischen. Sein Bild hing auf Karikaturen, die ihn mit doppeltem Kinn und französischer Mütze zeigten, als wolle er die Heimat verkaufen. weiterlesen Französische Handlanger und Verräter – 70 Jahre Saarstatut
Seit dem 19. Jahrhundert war der Raum zwischen Saar und Mosel kein Rand, sondern ein Herz. Lothringisches Erz, saarländische Kohle – zusammen gaben sie Europa das Rückgrat. In Florange, Hayange, Dillingen und Völklingen wurde nicht nur Stahl produziert, sondern auch Selbstbewusstsein. weiterlesen Saarland und Lothringen – Europas vergessene Mitte


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